Ernte war gut durchschnittlich

Im Bild – die Hollabrunner Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Tagungspräsidium – v.l.n.r.: Ferdinand Lembacher, Maria Winter, Annemarie Bauer, Franz – Stephan Hautzinger, Johann Rohringer, Richard Hogl, Friedrich Schechtner, Edwin Vorhemus, Gerald Patschka

Am Donnerstag, den 1. August 2013 fand das diesjährige Erntegespräch der Bezirke Hollabrunn, Korneuburg und Tulln statt, das heuer von der Bezirksbauernkammer Hollabrunn organisiert, und im Heurigenlokal Loiskandl in Grund abgehalten wurde.

Seitens des Bezirkes Hollabrunn nahmen an dem Gespräch Landtagsabgeordneter Bgm. Richard HOGL, Landesbäuerin Präs. LKR Maria WINTER, Bauernkammerobmann Vbgm. Friedrich SCHECHTNER, Bezirksbäuerin Vbgm. Annemarie BAUER, Kammersekretär OLwR DI Gerald PATSCHKA, Pflanzenbauberater Ing. Hermann DOMMAIER - BACHL, sowie die Vertreter des Raiffeisen – Lagerhauses Hollabrunn – Horn Obmann Ing. Johann ROHRINGER, Geschäftsführer Dir. Ing. Edwin VORHEMUS und Verwalter Franz GANZBERGER teil.
Nach den Grußworten vom organisierenden Kammerobmann Schechtner referierte der Vorsitzende des Getreidebeirates in der Agrarmarkt Austria und Vorsitzende des Pflanzenbauausschussvorsitzende der Österreichischen Landwirtschaftskammer Präsident ÖkR Franz – Stephan HAUTZINGER (Landwirtschaftskammer Burgenland) zur aktuellen agrar- politischen Situation im Getreidesektor. Anschließend gaben der für pflanzliche Produkte zuständige Bereichleiter in der Agrarmarkt Austria Ing. Christian GESSL und die Vertreter der Raiffeisen – Ware - Austria bzw. der Lagerhäuser und des privaten Landhandels einen Überblick über die Vermarktungssituation. Schließlich referierten die Pflanzenbauberater der einzelnen Kammern über die Ertragserwartungen bzw. – schätzungen.

Geprägt waren diese Referate von der wiederum katastrophalen Wettersituation, die vor allem dem Weinviertel sehr zu schaffen macht. Zwar waren die Niederschläge im Winter ausreichend, so gab es einen späten Anbauzeitpunkt i mFrühjahr, eine erste Trockenwelle im April, extreme Niederschläge im Juni und nunmehr eine extreme Dürreperiode im Juli, welche laut Wetterprognose bis weit in die erste Augusthälfte hinein andauern wird. Besonders die Herbstfrüchte sind derzeit arg in Mitleidenschaft gezogen.
Zu der Witterungssituation nahmen auch die Vertreter der Österreichischen Hagelversicherung Aufsichtsratspräsident Ing. Josef PLEIL und Landesdirektor Ing. Josef KALTENBÖCK Stellung.
Im Bezirk Hollabrunn muss man von einer maximal guten Durchschnittsernte ausgehen. Die Erträge bleiben entgegen den Erwartungen aufgrund der üppigen Bestände um 20 bis 25 Prozent zurück und pendeln sich beispielsweise bei Winterweichweizen und Braugerste im großen Durchschnitt bei etwa 5.000 kg pro Hektar ein.
Die Qualitäten sind im Großen und Ganzen sehr in Ordnung.
Auch der Pflanzenbaudirektor der Niederösterreichischen Landwirtschaftskammer DI Ferdinand LEMBACHER nahm zur Ernteerwartung insbesondere zu der seitens der Landwirtschaftskammer realistischen Vorausschätzung Stellung. Anschließend gab es eine umfassende Diskussion, wobei die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die oftmals tendenziöse Berichterstattung der Massenmedien in heiklen Fragen der Düngung und des Pflanzenschutzes kritisierten.
Abschließend lud das Raiffeisen-Lagerhaus Hollabrunn-Horn zu Imbiss und Umtrunk ein.